07. bis 14. November 2009, Gregor Zootzky bei B&O im Benrather Karree, Düsseldorf

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Liebe Freunde der Kunst,

auch im November lädt B&O im Benrather Karree zu einem außergewöhnlichen Kunstprojekt ein: Eine Woche zeigt Gregor Zootzky neben weiteren Arbeiten sein international vielbeachtetes Filmprojekt „Hommage an Mary Bauermeister“.

Am 07. November 2009 laden wir Sie herzlich zur Zootzky-Vernissage von 16 bis 18 Uhr ein.

Die Finissage ist am 14. November 2009 zwischen 16 und 18 Uhr.

Im September 2009 wurde die Kölner Künstlerin Mary Bauermeister – welche im September bei B&O ausstellte – 75 Jahre alt. Grund genug für den Filmemacher Gregor Zootzky, über die Rolle nachzudenken, die Mary Bauermeister für das Erstarken einer künstlerisch-musikalischen Avantgarde unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg in Köln spielte.

Bauermeister mietete 1959 das Dachgeschoß in einem sehr eleganten Neubau in der Lintgasse 28. Dort veranstaltete sie 1960 und 1961 Ausstellungen und Konzerte. Legendär wurde Bauermeisters Contre Festival, das sie parallel zum ‘Weltmusikfest der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik’ (IGNM), das 1960 in Köln stattfand, veranstaltete. Sie nahm die jungen Komponisten auf, die vom offiziellen Festival abgelehnt wurden und legte ihre Konzerte in den späten Abend, so dass alle Musikinteressierten nach den IGNM-Konzerten in das Atelier Lintgasse kommen konnten, um dort die internationalen Speerspitzen der Neuen Musik zu hören. So kam es, dass sich Gäste wie John Cage, Nam June Paik, David Tudor, Sylvano Bussotti, Cornelius Cardew, Karlheinz Stockhausen und viele andere in Bauermeisters Atelier einfanden.

Im Zentrum des Films steht ein Abend, der sowohl in die Musik- als auch in die Kunstgeschichte als einer der größten “Vatermorde” eingegangen ist: Der Koreanische Musiker und späterer Performance- und Videokünstler Nam June Paik shampooniert seinem großen Vorbild John Cage die Haare und schneidet ihm die Krawatte ab.

Mit seinen Rückgriffen auf Dada Zürich, die Surrealisten und die Nouveau Réalistes zu Beginn des Films, bettet Zootzky das Atelier Bauermeister in den Kontext der klassischen Avantgarden ein.

Seien Sie / Seid herzlich willkommen

Liebe Grüße Ihre/Eure

Sabine Gabriele Breuer